Die Leo-Kestenberg-Medaille
Der VDS verleiht die "Leo-Kestenberg-Medaille" an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für besondere Verdienste um die Förderung der Musikerziehung. Die Verleihung erfolgt alle zwei Jahre im Rahmen der Bundesschulmusikwoche.
Ausgezeichnet wurden bisher:
2010 | Lars Vogt, Berlin / London |
2008 | Prof. Karl Karst, Köln |
2004 | Verband deutscher Musikschulen (VdM), Bonn |
2002 | Gerhard Schöne, Potsdam |
2000 | Dr. Bernhard Freiherr Loeffelholz von Colberg/ |
1998 | Dr. Peter Hanser-Strecker, Mainz |
1996 | Knut Grotrian-Steinweg, Braunschweig |
1994 | Prof. Dr. Horst Rumpf, Frankfurt/Main |
1992 | Prof. Diether de la Motte, Wien |
1990 | Gerd Albrecht, Hamburg |
1988 | Dr. Hanna-Renate Laurien (†), Berlin |
Leo-Kestenberg-Medaille 2010 für Lars Vogt
Der Verband Deutscher Schulmusiker (VDS) hat den Pianisten Lars Vogt mit der Leo-Kestenberg-Medaille 2010 ausgezeichnet. Diese höchste musikpädagogische Auszeichnung wurde im Rahmen eines Nachtkonzertes am 30. September im Clara-Schumann-Saal des Dr. Hoch`s Konservatorium in Frankfurt a. M. feierlich überreicht. Lars Vogt, einer der führenden Vertreter der mittleren Pianisten-Generation in Deutschland, erhielt die Auszeichnung für die von ihm 2005 gegründete Initiative „Rhapsody in School“. In ihr engagieren sich zahlreiche andere Musiker persönlich dafür, dass Schülerinnen und Schüler mit klassischer Musik in Kontakt kommen. Die Künstler gehen mit ihren Instrumenten in ihrer freien Zeit in die Schulen und bilden so eine Brücke zwischen der Musik und den einzelnen Kindern.
In seiner Laudatio betonte der Bundesvorsitzende des VDS, Prof. Dr. Ortwin Nimczik, dass „Rhapsody in School“ Schwellenängste abbaut, die viele Schüler heute allein schon beim Hören des Stichwortes „Klassische Musik“ befallen: „Dadurch, dass die Künstler ihr Podium verlassen und sich in den Schulen auf Augenhöhe mit den Kindern begeben, entstehen Begeisterung und gerade auch Wertschätzung gegenüber klassischer Musik“.
Lars Vogt und seine Initiative würden, so Nimczik weiter, ein klares kulturpolitisches und musikpädagogisches Signal aussenden, indem Künstler ihre Verantwortung übernähmen, die Wirkkraft der Musik direkt an junge Menschen heranzutragen.
Mit einer beeindruckenden Interpretation von Schumanns Fantasie C-Dur op. 17, einem Walzer von Brahms sowie einem Chopin-Nocturne „beschenkte“ Lars Vogt die zahlreichen Zuhörer des Abends.
Zur Verleihung der Leo-Kestenberg-Medaille 2008
Anlässlich der 27. Bundesschulmusikwoche 2008 wurde die renommierte "Leo-Kestenberg-Medaille" für besondere Verdienste um die schulische Musikerziehung verliehen. Träger der Leo-Kestenberg-Medaille 2008 ist Prof. Karl Karst, Programmchef von WDR 3 und Gründer der gemeinnützigen bundesweiten "Initiative Hören", die sich an Kinder und Jugendliche wendet. Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Schulmusiker (VDS), würdigte Karst als einen der profiliertesten deutschen Hörfunkmacher im Bereich des Kulturradios. "Annähernd jeder vierte Jugendliche in Deutschland ist mittlerweile irreversibel hörgeschädigt – durch zu lautes Hören von Musik. Die Arbeit von Prof. Karst ist ebenso politisch wie pädagogisch. Seine präventive Arbeit in Bezug auf Hörschäden und seine kreative "Schule des Hörens" befördert die musikpädagogische Basisarbeit und sendet Signale in die kulturpolitischen Entscheidungsgremien. Somit hat sie höchste bildungspolitische Relevanz", so Nimczik in seiner Laudatio



