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Glossar

Pentatonik

Die Pentatonik ist eine fünfstufige Tonleiter ohne Halbtonschritte und damit eine der zugänglichsten Skalen für den Musikunterricht.

Definition

Die Pentatonik (von griechisch "penta" für fünf) ist eine Tonleiter mit fünf Tönen pro Oktave. In ihrer verbreitetsten Form enthält sie keinen Halbtonschritt. Man unterscheidet die Dur-Pentatonik mit den Stufen 1, 2, 3, 5 und 6 einer Dur-Tonleiter und die Moll-Pentatonik mit den Stufen 1, 3, 4, 5 und 7 einer natürlichen Moll-Tonleiter. Pentatonische Skalen kommen in vielen Musikkulturen der Welt vor.

Einfache Erklärung

Wer auf einem Klavier nur die schwarzen Tasten spielt, hört eine pentatonische Tonleiter. Diese Skala klingt fast immer stimmig - egal in welcher Reihenfolge die Töne erklingen. Weil keine Halbtonschritte enthalten sind, entstehen kaum Reibungen, sodass auch ungeübte Lernende sehr schnell zu hörbaren musikalischen Ergebnissen kommen.

Pentatonische Melodien wirken oft offen, hell und einprägsam. Sie tauchen in Volksliedern, im Blues, im Jazz, in ostasiatischer Musik und in vielen modernen Songs auf.

Bedeutung im Musikunterricht

Die Pentatonik ist seit Jahrzehnten ein didaktischer Klassiker. Sie eignet sich besonders gut für erste Improvisationen, da Lernende ohne Vorkenntnisse zusammenspielen können, ohne dass "falsche" Töne entstehen. Stabspiele lassen sich leicht so vorbereiten, dass nur die fünf pentatonischen Töne übrig bleiben - alles, was gespielt wird, klingt dann zueinander passend.

Auch beim Singen ist die Pentatonik hilfreich. Einfache pentatonische Melodien lassen sich gut transponieren und in Kanons oder mehrstimmigen Arrangements einsetzen. In der Sekundarstufe bildet die Pentatonik zudem einen Zugang zur Stilkunde, etwa beim Blues oder bei traditioneller Musik aus Asien und Afrika.

Beispiel

Eine C-Dur-Pentatonik besteht aus den Tönen C, D, E, G und A. Mit auf diese Töne beschränkten Stabspielen kann die Klasse über einem einfachen Bordun (zum Beispiel C und G) frei improvisieren. Schon nach kurzer Zeit entstehen kleine, hörbare melodische Linien, die zueinander passen. Anschließend lassen sich daraus erste eigene Melodien festhalten und gemeinsam variieren.

Typische Missverständnisse

Siehe auch im Glossar

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