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Glossar

Dynamik

Dynamik ist die musikalische Gestaltung der Lautstärke. Sie macht aus einer Tonfolge Ausdruck, Spannung und Stimmung.

Definition

Dynamik bezeichnet die Abstufungen und Veränderungen der Lautstärke in der Musik. Sie wird in Noten meist durch italienische Begriffe oder ihre Abkürzungen angegeben, zum Beispiel pianissimo (pp) für sehr leise, piano (p) für leise, mezzoforte (mf) für mittelstark, forte (f) für laut und fortissimo (ff) für sehr laut. Zusätzlich gibt es Bezeichnungen für stetige Veränderungen wie crescendo (lauter werden) und decrescendo oder diminuendo (leiser werden).

Einfache Erklärung

Sprache funktioniert auch dynamisch: Manche Wörter werden geflüstert, andere gerufen, viele bewegen sich irgendwo dazwischen. In der Musik ist das ganz ähnlich. Ein Stück, das durchgehend gleich laut klingt, wirkt meist eintönig. Wechsel zwischen Lauter und Leiser geben einem Stück Form, Höhepunkte und Ruhepunkte.

Dynamik betrifft sowohl einzelne Töne als auch ganze Phrasen oder Abschnitte. Sie ist eines der ältesten und wichtigsten Mittel musikalischen Ausdrucks.

Bedeutung im Musikunterricht

Dynamische Gestaltung gehört in jeder Schulform zur musikalischen Bildung. In der Grundschule lassen sich Lautstärkeunterschiede über Bewegung, Stimme oder einfache Instrumente erfahrbar machen. Übungen wie "Wir spielen einen Sturm" oder "Wir singen ein Wiegenlied" bringen die Begriffe leise und laut in einen klanglichen Zusammenhang.

In der Sekundarstufe lernen Schülerinnen und Schüler die typischen Begriffe und Zeichen kennen, üben dynamische Verläufe im Klassenverband und analysieren, wie bekannte Komponistinnen und Komponisten Dynamik einsetzen, um Spannung zu erzeugen. Bewusste Dynamik ist außerdem ein wichtiger Aspekt der Ensemble- und Chorleitung: Wer leitet, sollte dynamische Vorgaben klar und differenziert vermitteln können.

Beispiel

Eine Klasse spielt einen einfachen Bordun mit einer Halben und einer Viertel auf Stabspielen und singt darüber ein kurzes Liedmotiv. In einem ersten Durchlauf bleibt alles im piano, im zweiten Durchlauf wird ein klares crescendo zur Mitte und ein decrescendo zum Schluss gestaltet. Schon mit demselben Material entsteht so eine deutlich andere musikalische Wirkung.

Typische Missverständnisse

Siehe auch im Glossar

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